Festkörperphysik


Haben Sie sich schon mal gefragt, wer die neuartigen Leuchtdioden, Laser, magnetische Sensoren, Supraleiter und weitere elektronische Bauelemente entwickelt?

Wir!  Denn diese  postmodernen  Produkte haben nämlich eins gemeinsam: Sie basieren auf künstlich hergestellten Festkörpern. Deren spezielle physikalischen Eigenschaften nutzen wir – egal ob elektrisch oder optisch – für diese modernen technologischen Produkte. In unseren Forschungslaboren der Festkörperphysik stehen aufwändige  Apparaturen, mit denen wir die dafür notwendigen metallischen, halbleitenden und magnetischen Nanostrukturen erzeugen. Untersuchungen mit Röntgen- und Neutronenstrahlen liefern zum Beispiel Einblicke in die innere Struktur dieser  neuartigen  Festkörper.

Unsere theoretisch und experimentell arbeitenden Festkörperphysikerinnen und -physiker beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit diesen neuen und zukunftsweisenden Entwicklungen, die die Nanotechnologie und Spintronik vereinen. Ganz weit oben stehen die Hochtemperatursupraleiter, die auch zwanzig Jahre nach ihrer Entdeckung immer wieder überraschende Fragen offen lassen.
Etwa: „Ist die Supraleitung auch bei Raumtemperatur möglich?“

Die Probleme von Magnetismus in magnetischen Schichtsystemen ist eine weitere spannende Fragestellung. Vor kurzem haben wir außerdem einige spannende Projekte zu den magnetischen Eigenschaften und Transporteigenschaften von Elektronen in Graphenen (2-dimensionales Netz aus Kohlenstoffatomen) begonnen. Ein weiteres Highlight unserer Forschung bildet die Untersuchung punktförmiger Halbleiterstrukturen, den sogenannten Quantenpunkten.

Prof. Dr. Beatriz Roldan Cuenya