
Drei Jahre Forschergruppe
In den letzten drei Jahren haben die Wissenschaftler der FOR 1123 die gerade mal wenige hundert Mikrometer messenden Plasmen systematisch untersucht und neue Erkenntnisse zu Dynamik und universellen Eigenschaften erlangt. Das Team erforschte den Verlauf von der Zündung bis zur vollen Ausbildung des Plasmas, den zeit- und ortsabhängigen Transport von Energie, Strahlung und reaktiven Spezies sowie die Plasma-Oberflächen-Wechselwirkung.
Die besonderen Eigenschaften der Mikroplasmen
Mikroplasmen können bei Atmosphärendruck betrieben werden und besitzen dabei hohe Elektronen-, aber geringe Gastemperaturen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Niederdruck-Prozessplasmen haben sie extreme Eigenschaften: die Leistungsdichten, Elektronendichten und die elektrischen Felder nahe der Oberfläche sind um Größenordnungen höher. Das macht sie für zahlreiche technische Anwendungen interessant. Viele einzelne Mikroplasma-Entladungen können auch in so genannte „Arrays“ integriert werden, mit denen Anwender große Oberflächen behandeln. Die Arrays enthalten dann mehrere zehntausend Einzelelemente, die parallel oder adressiert angesteuert werden können.