Am Sonntag, den 10.07.2011, öffneten sich anlässlich des 40. Geburtstags der „Sendung mit der Maus“ in ganz Deutschland Türen für große und kleine Mausfans – so auch an der Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität Bochum. Auf Initiative der Studierenden wurden sechs Workshops angeboten, in denen 75 kleinen Forscherinnen und Forscher (3 – 13 Jahre) Physik entdecken konnten.
In den zwei Mitmach-Projekten wurden zum einen magische Röhren gebastelt, in der sich eine Flaschenzugtechnik versteckt, und zum anderen Spektrographen selber gebaut, mit denen anschließend Licht in seine Farben zerlegt wurde.
In einem weiteren Projekt konnten die Mausfans, natürlich mit genügend Sicherheitsabstand, zuschauen, wie aus flüssigem Stickstoff leckeres Schokoeis entstand – ganz ohne Gefrierfach.
Im großen Hörsaal HNA, in dem sonst die Studierenden Physik büffeln, probierten die Kinder und ihre Eltern selbst kleine Experimente aus. Wie zum Beispiel kann man eine Kerze, die in 10 Meter Entfernung steht, auspusten? Natürlich mit einer Rauchkanone!
Außerdem konnte man in einem Labor mit dem Rasterelektronenmikroskop einmal „ganz genau“ hinsehen: Wie sieht eigentlich das Auge eines Schmetterlings aus? Und die Flügel einer Motte? Und wie groß ist eigentlich ein Mikrometer?
In einem letzten Workshop konnten die kleinen und großen Mausfans im Alfried-Krupp-Schülerlabor mit Plasmakugeln experimentieren und dabei selbst physikalische Effekte entdecken. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass man mit seiner Hand eine Glimmlampe zum Leuchten bringen kann?
Zwischen den Workshops hatten die Kinder und auch ihre Eltern, die nicht weniger neugierig waren, die Gelegenheit, mit Dr. Raphaela Meißner vom Zentrum Innovation Schule-Technik in Bochum kleine Lego-Roboter zu programmieren und zu steuern.
Für das gemütliche Zusammensein sorgte der Fachschaftsrat der Fakultät mit Muffins, Kuchen und Getränken.
„Es war ein voller Erfolg“, sagten die zwei Organisatorinnen Julia Rektor und Caroline Fink. „Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen“. Der Studiendekan Prof. Dr. Achim von Keudell lobte die Initiative der Studierenden und überlegt, die Türen ein weiteres Mal für diese Altergruppe zu öffnen, da vielen Interessierten abgesagt werden musste.
Zum Abschluss dankten die Besucher dem Team des Türöffner-Tags mit einem kräftigen Applaus.