Mitteilungen

Aus dem Bereich Physik und Astronomie

Die Fakultät trauert um Prof. Dr. Ecker


Die Fakultät für Physik und Astronomie trauert um Prof. Dr. Dr. h. c. Günter Ecker, der am 29. Mai 2014 verstorben ist. Die Fakultät wird ihn stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.

Kurz vor seinem 90. Geburtstag ist Professor Dr. Dr. h.c. Günter Ecker am 29. Mai 2014 nach kurzer Krankheit verstorben. Nach Studium in München, Göttingen und Bonn waren nach seiner Habilitation im Jahre 1953 die Universitäten in Belfast, Oklahoma, Berkeley und Bonn weitere Stationen seines wissenschaftlichen Lebens. Bereits 1963 nahm Professor Ecker einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Theoretische Plasmaphysik an der Ruhr-Universität Bochum an. In dieser Gründungsphase der Ruhr-Universität Bochum trug er als Lehrstuhlinhaber und Senator maßgeblich zum Aufbau der Ruhr-Universität bei und etablierte insbesondere den Bereich Plasmaphysik in der Fakultät Physik und Astronomie. Ganz besonders herauszuheben ist dabei seine tragende Rolle im Sonderforschungsbereich Plasmaphysik Bochum/Jülich, den er von 1972 an über einen Zeitraum von 17 Jahren leitete. In dieser Zeit etablierte er eine langjährige Verbindung zum Forschungszentrum Jülich und verstärkte weit darüber hinaus die Sichtbarkeit der plasma-physikalischen Forschung in ihrer ganzen Breite von der Entladungsphysik bis zur Kernfusion und Plasmatechnologie. Die Zusammenführung von Physikern der Universitäten Bochum, Düsseldorf, Essen und Wuppertal sowie des Forschungszentrums Jülich in einem weiteren von ihm initiierten Sonderforschungsbereich (1990-2001) über Niedertemperaturplasmen zeigte seine besondere Fähigkeiten als Wissenschaftskoordinator, die auch durch die Berufung in zahlreiche nationale und internationale Beratergremien zum Ausdruck kam. Ein ebensolches Engagement hat Prof. Ecker auch für die Belange der Universität und der Fakultät für Physik und Astronomie bewiesen. Unter anderem war er mehrfach Dekan dieser Fakultät.

Nach seiner Emeritierung im Jahr 1989 verstärkte Prof. Ecker sein Engagement und seinen Einsatz für den Wissenschaftsstandort Deutschland, u.a. durch die Mitbegründung der Deutschen Gesellschaft für Plasmatechnologie, deren erster Vorsitzender er war. Für seine Verdienste um die Plasmaforschung nach der Wiedervereinigung, insbesondere um den Standort Greifswald, wurde ihm 1994 die Ehrendoktorwürde der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verliehen. Im Jahr 2006 wurde sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse gewürdigt.

Mitteilung vom 04.06.2014