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Aus dem Bereich Physik und Astronomie

Die Fakultät trauert um Prof. Dr. Benedikt Kronast


Die Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität Bochum trauert um eines ihrer ehemaligen Mitglieder. Prof. Dr. Benedikt Kronast, der am 25.02.18 verstorben ist. Die Fakultät wird ihn stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.

Die Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität Bochum trauert um Prof. Dr. Benedikt Kronast. Er starb am 25. Februar 2018 im Alter von 88 Jahren. Prof. Kronast studierte Physik an der Technischen Hochschule München und promovierte 1962 mit der Entwicklung einer kurzzeitig gepulsten Quelle für schnelle Neutronen. Bis 1966 war er Wissenschaftler Angestellter am damaligen Institut für Plasmaphysik in Garching. Hier wandte er sich sehr erfolgreich der Streuung von Laserstrahlung an Plasmen zu. Diese Arbeiten führten zu einem Angebot an die Division of Pure Physics of the National Research Council of Canada in Ottowa, das er 1966 annahm. Hier entwickelte und verfeinerte er das Verfahren der Laserstreuung weiter und wandte es an verschiedenen Plasmen an. Zum 1. April 1974 nahm er einen Ruf an die Ruhr-Universität an und baute die neue „Arbeitsgruppe für Laser- und Plasmaphysik“ am Institut für Experimentalphysik auf.

Sein Forschungsprogramm erweiterte er hier mit dem Studium von Niedertemperaturplasmen, der Untersuchung von CO2-Lasern und dem Bau eines Gigawatt-Lasers, mit dem Untersuchungen zur Brioullin-Streuung an Plasmen möglich wurden. Am 28.02.1994 trat er in den Ruhestand und zog in seine Heimatstadt Prien am Chiemsee.

Prof. Kronast war ein engagierter Hochschullehrer. Er nahm die Betreuung seiner Diplomanden, Doktoranden und Mitarbeiter sehr ernst und wurde von Ihnen hoch geschätzt. Für einige waren jährliche Besuche in Prien selbstverständlich und ein Zeichen der Dankbarkeit.

Die Anteilnahme der Fakultät gilt seinen Kindern mit ihren Familien.

 

 

Mitteilung vom 12.03.2018