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Aus dem Bereich Physik und Astronomie

Rotary Universitätspreis für herausragende Masterarbeit an Frau Meike Küßner vergeben


Die Eigenschaften des subatomaren hc-Teilchens untersuchte Frau Meike Küßner am Lehrstuhl für experimentelle Hadronenphysik der Fakultät für Physik und Astronomie. In der von PD Dr. Fritz-Herbert Heinsius und Prof. Dr. Ulrich Wiedner betreuten Masterarbeit analysierte sie Messungen des BESIII-Experimentes, welches sich in China befindet. Für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Untersuchung von hc-Zerfallskanälen bei BESIII“ wurde Frau Meike Küßner mit dem Universitätspreis für herausragende Studienleistungen des Rotary Clubs Bochum-Hellweg ausgezeichnet. Die Verleihung des Preises fand im Rahmen des Semesterkonzerts am 24.01. im Audimax statt.

(C) RUB

Allgemein gilt in der Teilchenphysik, dass die Untersuchung von Teilchen und ihrer Eigenschaften uns Aufschluss über die im Universum herrschenden Kräfte und seiner Bausteine gibt. Das Ziel der Master-Arbeit war es, neue Erkenntnisse über das Zerfallsverhalten des Charmonium-Zustands hc zu erhalten. Eine erste experimentelle Evidenz für das hc gab es bereits 1986, jedoch ist das Zerfallsverhalten auch nach drei Jahrzehnten Forschung bisher weitgehend unbekannt geblieben. „Das in Peking befindliche BESIII-Experiment bietet aufgrund seiner Größe und der Vielfalt der verfügbaren Datensätze gute Voraussetzungen den seltenen hc-Zustand zu untersuchen und damit seine Natur und Struktur besser zu verstehen“ erklärt Frau Küßner. Im BESIII-Experiment kollidieren Elektronen mit ihren Antimaterie-Teilchen, den Positronen. Beide vernichten sich in Energie, die dann wiederum in Teilchen umgewandelt wird. Unter diesen gilt es dann das hc-Teilchen ausfindig zu machen. In der Masterarbeit konnte jetzt der hc-Zustand und seine Zerfallsteilchen deutlich und zum Teil erstmalig nachgewiesen werden und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Veröffentlichung der Ergebnisse in internationalen Zeitschriften ist in Vorbereitung.

Auch in der Zukunft warten spannende Forschungsthemen: „In ein paar Jahren müssen wir vielleicht nicht mehr bis nach China reisen, weil wir dann an dem PANDA-Experiment in Darmstadt experimentieren können“, so Frau Küßner. Der Lehrstuhl für experimentelle Hadronenphysik ist maßgeblich am Aufbau und der Entwicklung des PANDA-Experiments beteiligt.

 

 

Mitteilung vom 30.01.2019