Fakultät für Physik und Astronomie

Entdecken, Experimentieren, Erleben: Die Physik-Projektwoche für Schüler*innen im Herbst 2025

02.11.25 | Projektwoche

Vom 20. Bis 25. Oktober 2025 wurde das Alfried-Krupp-Schülerlabor zu einem Abenteuerspielplatz für junge Nachwuchsphysiker*innen. Die Projektwoche bot Schülerinnen der 8. und 9. Klasse eine bunte Mischung aus spannenden Experimenten, interaktiven Workshops und spannenden Vorträgen.

Nach einer herzlichen Begrüßung und dem Kennenlernen in den verschiedenen Workshops, war ein besonderes Highlight des ersten Tages die Schnuppervorlesung mit Prof. Michael Scherer. Unter dem Titel “Von Diamanten, Bleistiftspitzen und Symmetrien” zeigt er, wie faszinierend die Welt der Festkörperphysik sein kann. Die Schüler*innen lernen, dass sowohl Diamanten als auch Bleistiftspitzen aus dem gleichen chemischen Element, Kohlenstoff, bestehen. Der entscheidende Unterschied liegt in der unterschiedlichen Anordnung der Atome, die zu den völlig verschiedenen Eigenschaften dieser Materialien führt.

Die Bandbreite der Physik in vielfältigen Workshops

Die Teilnehmer*innen haben sich für einen von vier spannenden Workshops entschieden: In „Vom Plasma zur Goldschicht“ lernen die   sie die praktischen Anwendungen von Plasmen kennen und wie man damit Gegenstände vergolden kann. Sie verwenden einen sogenannten Sputter-Coater, um dünne Goldschichten abzuscheiden und untersuchen diese bezüglich ihrer Schichtdicke, Durchlässigkeit und  Leitfähigkeit.

Im Workshop „Physik in der Medizin“ erfuhren die Teilnehmer*innen, wie Ultraschall und Röntgen funktionieren und konnten selbst eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Sie lernten, wie man mit diesen Technologien Knochen oder Organe sichtbar macht und führten verschiedene Messungen durch.

Der Workshop „Die Farben der Sterne“ nahm die Schüler*innen mit auf eine Entdeckungstour durch das Universum. Sie lernten, wie man mit Hilfe farbenfroher Bilder aus dem All etwas über unseren Kosmos erfährt und führen Experimente zur Bestimmung von Elementen mithilfe von Spektren durch.

Im Workshop „Haus der Zukunft“ wurden die Teilnehmer*innen selbst zu Baumeister*innen und konzeptualisierten und fertigten mit Hilfe von Computern, Styroporschneidemaschinen und diversen Baumaterialien ihre eigenen Modellhäuser. Sie maßen und verglichen die Aufheiz- und Abkühlkurven ihrer Modelle und modifizierten diese, um die Wärme besser im Inneren zu halten.

Vom Campus bis an den Rand des Universums

Durch das vielseitige Rahmenprogramm hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, den Alltag an der Universität kennenzulernen. So gab es beispielsweise Laborführungen, bei denen die Schüler*innen einen Einblick in die aktuelle Forschung an der Fakultät erhielten. Neben den wissenschaftlichen Aktivitäten gab es auch gemeinsame Mittagessen in der Mensa. Ein besonderes Erlebnis der war der Besuch im Planetarium Bochum, wo die Vorstellung „Die Wunder des Kosmos“ gezeigt wurde. Die Schüler*innen begaben sich auf eine faszinierende Reise zu den schönsten und seltsamsten Orten im Universum. Die Vorführung begann mit einem Blick zum irdischen Sternenhimmel, führte durch die Milchstraße und reichte bis zu den sichtbaren Grenzen des Kosmos. Im Anschluss an die Vorführung hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, in einer Fragerunde mit der Leiterin des Planetariums, Prof. Susanne Hüttemeister, ihre neugierigen Fragen zu stellen und mehr über die Geheimnisse des Universums zu erfahren.

Am letzten Tag der Projektwoche präsentierten die Schülerinnen die Ergebnisse und Erkenntnisse aus ihren Workshops in einer Poster-Session. Den Abschluss bildete ein spannendes Quizduell, bei dem die Gruppen gegeneinander antraten und ihr Wissen unter Beweis stellten. Bei einem gemeinsamen Abschluss-Essen mit Pizza und selbstgemachtem Stickstoff-Eis konnten die Teilnehmenden die Woche noch einmal Revue passieren lassen. Die Physik-Projektwoche war nicht nur lehrreich, sondern auch eine Menge Spaß. Eine Teilnehmerin äußerte sich begeistert: „Die Betreuer waren so nett! Sie haben uns nicht nur bei den Experimenten geholfen, sondern auch immer Zeit für unsere Fragen gehabt. Es war eine tolle Woche!“. Die Fakultät bedankt sich herzlich bei den Helfenden, die Workshops geleitet und sich an dem Programm beteiligt haben, sowie bei der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung sowie dem zdi-Netzwerk NRW für die Unterstützung.

 

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