Das erwartet Sie im Master of Science Medizinphysik

Seit dem Wintersemester 2013/2014 bieten die Fakultät für Physik an der Technischen Universtität Dortmund und die Fakultät für Physik und Astronomie an der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam den Masterstudiengang „Medizinphysik“ an.

Medizinisch relevante Anwendungen der Physik sind der Kern des Studiengangs. Zusätzlich erwerben Sie weitere Schlüsselkompetenzen, die Sie auf Ihre Berufspraxis vorbereiten:

  • Analytisches Denken
  • Selbstständigkeit 
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit 

Medizinphysiker*innen eröffnen sich zahlreiche Karriereoptionen: neben Tätigkeiten in der Physik fungieren sie vor allem als Schnittstellen zwischen der Physik und der Medizin, beispielsweise in der Technik der medizinischen Versorgung, in der medizinphysikalischen und medizintechnischen Industrie und im medizinphysikalischen Dienstleistungsbereich.

Das Studium hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und gliedert sich in zwei Phasen.

Die Studienphase

In der Studienphase (1. und 2. Semester) belegen Sie Module in drei verschiedenen Bereichen: Statistik, Pflicht- und Wahlbereich sowie der Schwerpunktbereich der Medizinphysik.

Im Schwerpunktbereich müssen zwei Module belegt werden. Gemeinsam mit den Modulbeauftragten Ihrer Schwerpunkte stimmen Sie Ihre Veranstaltungen ab.

 

Die Schwerpunkte:

Angewandte Physik in der Medizin

Im Schwerpunkt „Angewandte Physik in der Medizin“ erwerben Sie ein grundlegendes Verständnis über die physikalischen Prozesse, die in der modernen Medizin immer relevanter werden, beispielsweise im Bereich der diagnostischen Methoden, aber auch im Feld der Therapiekonzepte. Neben den elementaren physikalischen Prozessen, die in der Medizin erforderlich sind, lernen Sie auch spezielle Anwendungen kennen, die Sie in der praktischen Arbeit als Medizinphysiker*in benötigen:

  • Die Analyse großer Datenmengen
  • Überblick über verschiedene diagnostische Methoden
  • Kompetenz im Hinblick auf die Wechselwirkung von elektromagnetischer und Teilchen-Strahlung mit biologischen Systemen

Im engen Austausch mit den Modulbeauftragten können Sie Ihren individuellen Schwerpunkt festlegen.

Beispiel Vertiefung „Plasmamedizin“

Sie erhalten einen Einblick in die Beschreibung und Diagnostik von Niedertemperaturplasmen und deren Einsatz in der Medizin zur Sterilisation bzw. zur Modifikation von Zellen. Ein besonderes Augenmerk wird auf Nichtgleichgewichtsatmosphärendruckplasmen gelegt. Sie werden befähigt, Systeme, bei denen Plasmen mit biologischen Systemen wechselwirken, zu bewerten und die einzelnen Reaktionskanäle wie Strahlenschäden durch Plasmateilchen, Wirkung der UV- und VUV-Strahlung sowie thermische Einflüsse zu bewerten.

Ansprechpartner*innen

Vertiefung „Kernphysik in der Medizin“

Prof. Dr. Miriam Fritsch (RUB)
Gebäude NB 2/131
Tel.: +49 234 32 23541

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Vertiefung „Plasmamedizin“

Prof. Dr. Achim von Keudell (RUB)
Gebäude NB 5/125
Tel.: +49 234 32 23680

E-Mail

Website

 

 

Bildgebende Verfahren

In diesem Bereich sind klassische Themen der Medizinphysik beheimatet, wie die einzelnen physikalischen Methoden zur Therapie und zur Diagnostik mit einem Schwerpunkt in der Bildgebung. Zum einen werden physiologische Grundlagen wichtiger Organ-/Funktionssysteme vermittelt (z.B. Herz-/Kreislaufsystem, Atmung, Sehsinn), die häufig von Krankheiten betroffen sind und bei deren Diagnostik / Therapie eine starke medizintechnische Durchdringung besteht.

Zum anderen werden alle klinisch relevanten bildgebenden Verfahren, die zur Diagnostik dieser Organsysteme eingesetzt werden, in ihren physikalischen und mathematischen Grundlagen sowie den Besonderheiten ihrer technischen Realisierung und ihrer Anwendung behandelt. Hierbei werden alle Schritte von der Datenaufnahme bis zum Bild und seiner Weiterverarbeitung und automatischen Analyse (computerunterstützte Diagnose) vermittelt.

Die behandelten bildgebenden Verfahren sind in vielen Fällen tomographische Verfahren (Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), optische Kohärenztomographie (OCT), Positronen-emissionstomographie (PET), Single Positron Emissions Computertomographie (SPECT), Ultraschallbeugungstomographie (USCT)), bei denen aus der Messung integraler Beziehungen physikalischer Parameter durch Rekonstruktion Schnittbilder erzeugt werden. Weiterhin werden Methoden zur Verarbeitung der gewonnenen Bilddaten vermittelt.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Georg Schmitz (RUB)
Gebäude ID 04/233
Tel.: +49 234 32 27573

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Biophysik

In der Biophysik werden mit einem breiten, interdisziplinären Ansatz die Struktur, die Funktion und die Interaktion von Biomolekülen (z.B. Proteine) auf der atomaren Ebene untersucht. Im Post-Genom-Zeitalter rücken die Proteine immer stärker in den Fokus der Forschung. Proteine sind neben der DNA die „key player“ auf der molekularen Ebene. Die DNA enthält die Erbinformation, die Proteine sind die dynamischen Bausteine und Nano-Maschinen der belebten Natur. Daher ist ein Ziel der Grundlagenforschung in der Biophysik, die zugrunde liegenden physiko-chemischen Prinzipien ihrer Struktur, Funktion und Interaktion zu entschlüsseln.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Klaus Gewert (RUB)
Gebäude ND 04/596
Tel.: +49 234 32 24461

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Neuroinformatik

Das Ziel dieses Schwerpunktes ist es Methoden und grundlegende Modelle der Neuroinformatik auf Probleme in der Medizinphysik anzuwenden. Dazu gehören insbesondere Methoden der numerischen Simulation von neuronalen Modellen sowie von Methoden des maschinellen Lernens zur Bildinterpretation, Klassifikation und Schätzung.

Auch fortgeschrittene computationale Methoden aus dem Bereich der theoretischen Medizin, insbesondere Theorie des Gehirns, der Kognition und der Sensorik-Motorik finden in diesem Schwerpunkt Platz. Diese Methoden werden auch genutzt, um neuronal inspirierte technische System der Informationsverarbeitung zu entwickeln.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Tobias Glasmachers (RUB)
Gebäude NB 3/27
Tel.: +49 234 32 25558

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Klinische Medizinphysik, Beschleunigerphysik

In diesem Bereich sind klassische Themen der Medizinphysik beheimatet, wie die einzelnen physikalischen Methoden zur Therapie und zur Diagnostik mit einem Schwerpunkt auf Strahlenphysik und kernphysikalischen Methoden. Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Schwerpunkt ist die erfolgreiche Teilnahme am Modul Strahlenphysik I des Bachelorstudiengangs Medizinphysik oder einer vergleichbaren Lehrveranstaltung.

Im Bereich Klinische Medizinphysik werden Inhalte gelehrt, die typischerweise Voraussetzung für Medizinphysikexperten (MPE) in den Kliniken sind. Dazu gehören neben der Vorlesung „Fortgeschrittene Klinische Medizinphysik“ und der Vorlesung zur Protonentherapie auch das Seminar „Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie“ und das Praktikum „Bestrahlungsplanung“.

Ferner ist zur Gewährung des MPE sehr wesentlich der „Strahlenschutzkurs“, der ab Sommersemester 2015 regelmäßig einmal jährlich ablaufen soll. Ziel ist es, den Grundkurs für alle Studierenden anzubieten, den Aufbaukurs entsprechend nur für die Studierenden, die im Bereich der Strahlentherapie eine Master-Arbeit im klinischen Umfeld anstreben. Zu den Modulen dieses Bereichs gehören auch die Vorlesungen „Beschleunigerphysik I und II“ sowie das Seminar „Detektoren, Sensorik“. 

Ansprechpartner

Prof. Dr. Matthias Schneider (TU Dortmund)

Fakultät Physik
Raum: P2-03-512
Otto-Hahn-Str. 4
44227 Dortmund

Tel.: +49 231 755 4139

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Die Forschungsphase

In der Forschungsphase (3. und 4. Semester) besteht aus drei Modulen: Methodenkenntnis und Projektplanung, Forschungspraktikum zur Masterarbeit, Masterarbeit.

Im halbjährigen Modul „Methodenkenntnis und Projektplanung“ arbeiten Sie sich in das Fachgebiet Ihrer Masterarbeit ein. Das Modul schließt mit der Einreichung eines Themenvorschlags für Ihre Masterarbeit ab.

Das müssen Sie vor dem Start wissen

Wann kann ich mein Studium beginnen?

Sie können das Studium zum Sommer- und zum Wintersemester beginnen.

Welche Voraussetzungen benötige ich für den Studiengang?

Um sich in den Studiengang einzuschreiben benötigen Sie einen Bachelorabschluss im Studiengang Medizinphysik oder einen anderen einschlägigen, vergleichbaren Abschluss in einem mindestens sechssemestrigen Studiengang (beispielsweise einen Bachlor of Science in Physik). Die Gesamtnote muss dabei besser als eine 3,0 sein.

Zusätzlich benötigen Sie einen Nachweis über ein erfolgreich abgeschlossenes Klinikpraktikum oder den Nachweis einer Zusage eines Klinikums zur Ableistung des Praktikums. Das mindestens dreiwöchige Praktikum sollte in nicht weniger als drei verschiedenen Klinikbereichen geleistet werden, wobei schwerpunktmäßig stets die medizinphysikalischen Aspekte der Abteilungen behandelt werden sollten.

Muss ich mich für das Studium bewerben?

Wenn Sie den Bachelorstudiengang „Medizinphysik“ an der TU Dortmund mit einer Gesamtnote von mindestens 3,0 abgeschlossen haben, müssen Sie sich nicht bewerben und können sich nach einem Beratungsgespräch immatrikulieren.

Studieninteressierte mit einem Bachelorabschluss einer anderen deutschen Universität und/oder eines anderen, gleichwertigen Studiengangs müssen sich über das Online-Portal der TU Dortmund bewerben. Um sicherzustellen, dass Sie alle Voraussetzungen erfüllen, empfehlen wir Ihnen sich vorher von unserem Studienfachberater beraten zu lassen.

Für Bewerber*innen aus dem Ausland gelten besondere Bedingungen, bitte nehmen Sie Kontakt zum International Office der TU Dortmund auf.

Benötige ich besondere Sprachkenntisse?

Die Unterrichtssprache des Studiengangs ist Deutsch. Zugangsvoraussetzung sind daher sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich noch weitere Fragen habe?

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Studienfachberater Herrn Dr. Feldbauer.

Studienfachberatung
Master of Science Medizinphysik

Dr. Florian Feldbauer

Dr. Florian Feldbauer

Beratung Master of Science Medizinphysik

NB 2/134
Tel.: +49 234 32 23563

E-Mail

Koordination Medizinphysik RUB

Prof. Dr. Miriam Fritsch
NB 2/135
Tel.: +49 234 32 23541

E-Mail

Website

Koordination Medizinphysik TU Dortmund

Prof. Dr. Matthias Schneider (TU Dortmund)

Fakultät Physik
Raum: P2-03-512
Otto-Hahn-Str. 4
44227 Dortmund

Tel.: +49 231 755 4139

Website

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